Geld allein macht nicht glücklich und schon gar nicht, wenn zwei liebende Menschen ohnehin ihren schönsten Tag im Leben zusammen feiern. In diesem Moment könnten sie gar nicht glücklicher sein. Was bedeutet da schon Geld? Diese Frage stellen sich die Griechen allerdings nicht, denn Geldgeschenke gehören zu einer griechischen Hochzeit wie die Braut zum Bräutigam.

Spenden für das Brautpaar

Sobald die Hochzeitszeremonie beendet ist, macht sich ein ausgewählter Verwandter an die Arbeit. Er übernimmt die Aufgabe, alle anwesenden Freunde und Familienmitglieder um eine Spende für das Paar zu bitten. Hierbei sind, sowohl kleine als auch große Geldscheine sehr gern gesehen. Jeder Spender ist zufrieden, für die Zukunft der Eheleute gesorgt zu haben. Mit dem Geldgeschenk wird symbolisch gewährleistet, dass das Brautpaar nie Armut erleiden wird.

Die Hochzeitsgesellschaft einer griechischen Hochzeit besteht nicht nur aus der Familie und dem engsten Freundeskreis. Die Gästeschar ist zumeist sehr groß, da auch Nachbarn und entfernte Bekannte eingeladen werden. In kleinen Dörfern ist es sogar Tradition, das ganze Dorf einzuladen. Die Einnahmen für das Brautpaar, nach dem Einsammeln der Geldscheine, sind somit nicht unbeträchtlich.

Wer wird die nächste Braut? Die Schuhsohle entscheidet.

Nachdem die unverheirateten Freundinnen der Braut, ihr beim Ankleiden geholfen haben, werden deren Namen auf die Schuhsohle der Braut geschrieben. Die Namen, die noch nach der Hochzeitsfeier auf den Sohlen lesbar sind, bestimmen die Freundinnen, welche als Nächste heiraten werden. Da die griechischen Hochzeiten für ihre Tanzfreude bekannt sind – besonders beliebt sind hierbei die typischen Kreistänze – kann es am Ende der Feier möglich sein, dass kein Name mehr auf der Sohle zu lesen ist.