Das skandinavische Land ist auf der Landkarte ein Nachbar Deutschlands. Traditionen und Bräuche, welche in Deutschland zum Hochzeitsprogramm dazugehören sind auch hier beliebt. Doch hat Dänemark seine ganz eigenen Gebräuche. Der Fokus liegt auf dem Küssen. Ob zwischen Braut und Bräutigam oder Eheleuten und Hochzeitsgästen – das Kussritual zieht sich durch die gesamte dänische Hochzeit und sorgt für viel Unterhaltung.

Befehl zum Küssen

Von einigen internationalen Hochzeitsfeiern kennt man dieses Ritual: Die Gäste geben ein Signal und – wie auf Befehl – muss sich das Brautpaar küssen. Die Dänen spinnen diesen Brauch noch ein Stück weiter. Es gibt bei dänischen Gästen verschiedene Signale, aufgrund derer sich die frisch Vermählten auf verschiedene Art und Weisen küssen müssen. Sei es auf dem Tisch, unter dem Tisch oder auf den Stühlen – das Brautpaar muss die Anweisungen befolgen und aufpassen, dass es nicht die Signale verwechselt.

Die letzte Gelegenheit für einen Kuss der Braut oder des Bräutigams

Nicht nur die Küsse zwischen Ehefrau und Ehemann gehören zum festen Ritual einer dänischen Hochzeit. Auch jeder Gast bekommt im Laufe der Feierlichkeiten die Gelegenheit, noch ein letztes Mal die jetzt vergebenen Ehepartner zu küssen. Damit es keine kleinen Eifersuchtsdramen gibt und die Veranstaltung nicht eine Massenküsserei ausartet, müssen die Männer warten bis der Ehemann den Raum verlässt. Erst dann dürfen sie sich ihren Kuss von der Braut abholen. Umgekehrt warten die Frauen, bis die Ehefrau den Saal verlässt und genießen ihren letzten, ganz persönlichen Kuss des Bräutigams.

Dänische Ehemänner mit Löcher in den Socken

Nein! Das ist kein Scherz und kein Versehen. Der dänische Bräutigam heiratet des Öfteren mit einer abgeschnittenen Sockenspitze. Das dient nicht dazu, dass seine Zehen Luft bekommen oder seine Schuhe zu klein sind. Die Socken werden von der eigenen Ehefrau präpariert. Dies hat den Zweck, dass sich zukünftig kein anderes weibliches Wesen für den Ehemann interessiert. So ein Mann mit kaputten Socken kommt ja selten gut bei einer Frau an.